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Fürstenfeldbrucker SZ vom 15. Juli 2002
Konzert im Stadtsaal auf Einladung der Brucker Bürgerstiftung
Die Lust der Kinder an der Vogelhochzeit
Ulmer Kammeroper und Akademietheater bieten Songs, Musical-Nummern und Opernausschnitte
Fürstenfeldbruck - Laut und vielstimmig klang das "Fiderallala", mit dem die Kinder im Brucker Stadtsaal am Sonntag in das Lied von der Vogelhochzeit einstimmten. Ihre Begeisterung angesichts des etwas anderen Kinderkonzertes, das an jenem Nachmittag ihnen zu Ehren gegeben wurde, war dabei mehr als deutlich zu spüren. Eine Begeisterung, die die Veranstalter, die Bürgerstiftung des Landkreises, mit ihnen teilen möchten, war doch das von ihnen erstmals organisierte Kinderkonzert gänzlich ausverkauft und ein Erfolg.
Dabei hatten sie mit der Kammeroper und dem Akademietheater Ulm eine Gruppe eingeladen, die durchaus nicht nur gewöhnliche Kinderlieder zum Besten gab. Das Programm glich vielmehr einem Potpourri aus modernen Musicalnummern, gefolgt von Ausschnitten aus klassischen Opern wie der "Zauberflöte" von Mozart, Songs, wie jener vom dicken Bären aus Walt Disneys "Dschungelbuch"-Verfilmung.
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Rossinis Katzenduett, ursprünglich als durchaus ernst gemeinte Parodie auf die Sangeskünste so mancher Laienmusiker gedacht, fehlte ebenso wenig wie Robert Schumanns Lied vom "Marienwürmchen".
Und damit nicht nur dem Kinderohr, sondern auch dem Auge etwas geboten wurde, tanzte zwischendurch immer wieder eine Pantomime (Barbara Schmidt), verwandelte sich durch wenige Gesten von einer Katze in einen flohgeplagten Hund bis hin zu den vielen gefiederten |
Die Freude der Kleinen an der Musik und am Spiel war zu spüren beim Konzert im Brucker Stadtsaal, im Bild Papageno mit einigen Kindern aus dem Publikum. Foto: Derriks
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Gästen der "Vogelhochzeit". Oder die Puppenspielerin Jente Edelstein huschte mit ihrer Marionette über die Bühne.
Aber auch die Sänger Sabine Schöneich (Sopran), Ewald Bayerschmidt (Tenor) und Michael Albert (Bass) waren für so manchen Spaß zu haben, wedelten mit langen Katzenschwänzen während sie "Miau, miau, hörst du mich singen?" anstimmten oder erschienen mit Affenmütze und Bärenkostüm zu den "Dschungelbuch"-Songs.
Die konzentrierte Stille, die sonst im Publikum bei Konzerten zu herrschen pflegt, ließ sichangesichts so vieler lustiger Einfälle oft nicht einhalten. Doch leises Tuscheln mit der Oma bis hin zu lautem, fröhlichem Lachen, das sich in den Applaus mischte, war an diesem Nachmittag nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht. Schließlich galt es, die Begeisterung der Kinder für die Musik zu wecken.
Ein Ziel, das die Bürgerstiftung auch mit ihrem nächsten Konzert, der Premiere einer speziellen Kinderfassung zu Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" im November, ebenfalls im Stadtsaal, weiter verfolgen möchte. aht
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